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Oberlandesgericht Hamm

Übersicht

Bild: F.F., Oberlandesgericht Hamm, 26.06.2012

Grundlegende Informationen

Name Oberlandesgericht Hamm
Anschrift Heßlerstraße 53
59065 Hamm
Fernruf 02381 272-0
Telefax 02381 272-518
Internet http://www.olg-hamm.nrw.de/

Bild: F.F., Oberlandesgericht Hamm, 26.06.2012

Gerichtsbezirk

Bild: F.F., Oberlandesgericht Hamm, 26.06.2012

Zum Oberlandesgerichtsbezirk gehören 10 Landgerichte, und zwar die Landgerichtsbezirke:

Arnsberg mit 11 Amtsgerichten
Bielefeld mit 13 Amtsgerichten
Bochum mit 7 Amtsgerichten
Detmold mit 6 Amtsgerichten
Dortmund mit 6 Amtsgerichten
Essen mit 11 Amtsgerichten
Hagen mit 9 Amtsgerichten
Münster mit 19 Amtsgerichten
Paderborn mit 10 Amtsgerichten
Siegen mit 7 Amtsgerichten

Aufgaben

Die Oberlandesgerichte sind in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten im ersten Rechtszug zuständig für die Verhandlung und Entscheidung über Musterverfahren nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (vgl. § 118 GVG). Die Oberlandesgerichte sind in Zivilsachen zuständig für die Verhandlung und Entscheidung über die Rechtsmittel: der Beschwerde gegen Entscheidungen der Amtsgerichte in den von den Familiengerichten entschiedenen Sachen; in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit mit Ausnahme der Freiheitsentziehungssachen und der von den Betreuungsgerichten entschiedenen Sachen; der Berufung und der Beschwerde gegen Entscheidungen der Landgerichte (§ 119 GVG). In Strafsachen ist auf die §§ 120 ff. GVG hinzuweisen.

Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm

Der preußische König Wilhelm III. bestimmte durch Kabinettsorder vom 20. April 1820, dass das königlich-preußische Oberlandesgericht Kleve seinen Sitz nach Hamm verlegen solle. Zugleich wurde angeordnet, dass das Oberlandesgericht Hamm Appellationsinstanz für die Entscheidungen seiner Untergerichte, der königlichen Land- und Stadtgerichte in Wesel, Emmerich, Duisburg, Essen, Altena, Bochum, Dortmund, Hagen, Hamm, Hattingen, Iserlohn, Lüdenscheid, Schwelm, Soest, Unna und Plettenberg, des königlich-preußischen und fürstlich-lippischen Gesamtgerichts zu Lippstadt, des standesherrlichen Gerichts des Fürsten von Bentheim zu Limburg, des Patrimonialgerichts der Herrschaft Broich zu Mülheim an der Ruhr, der Berggerichte zu Bochum und Essen und der Gerichte der Bundesfestungen Mainz und Luxemburg in Zivilsachen der königlich-preußischen Besatzung sein solle (Kewer, Aus der Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm, S. 37-120, S. 58, in: Rechtspflege zwischen Rhein und Weser, Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts Hamm, Verein für Rechtsgeschichte im Gebiet des Oberlandesgerichts Hamm e. V. in Hamm (Hrsg.), Hamm, 1970). Als Dienstgebäude diente zwischen 1820 und 1894 das Haus am Markt nördlich der Pauluskirche (Kewer, Aus der Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm, S. 37-120, S. 60 f, in: Rechtspflege zwischen Rhein und Weser, Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts Hamm, Verein für Rechtsgeschichte im Gebiet des Oberlandesgerichts Hamm e. V. in Hamm (Hrsg.), Hamm, 1970).

Die Reichsjustizgesetze des Jahres 1877 brachten eine Neuordnung der Gerichtsverfassung: Die Stadt- und Kreisgerichte, Appellationsgerichte und das Obertribunal wurden aufgehoben und an ihre Stelle traten die Amts- und Landgerichte, die Oberlandesgerichte und das Reichsgericht. Mit Gesetz vom 4. März 1978 (Preußische Gesetzessammlung 1878, S. 109) wurde u. a. das Oberlandesgericht Hamm errichtet und die Landgerichte Arnsberg, Bielefeld, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen, Münster und Paderborn ihm untergeordnet (Kewer, Aus der Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm, S. 37-120, S. 92, in: Rechtspflege zwischen Rhein und Weser, Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts Hamm, Verein für Rechtsgeschichte im Gebiet des Oberlandesgerichts Hamm e. V. in Hamm (Hrsg.), Hamm, 1970).

Am 4. Juli 1894 erfolgte der Umzug von dem alten Gebäude am Markt zum neuen Gebäude am Theodor-Heuss-Platz (Kewer, Aus der Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm, S. 37-120, S. 93, in: Rechtspflege zwischen Rhein und Weser, Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts Hamm, Verein für Rechtsgeschichte im Gebiet des Oberlandesgerichts Hamm e. V. in Hamm (Hrsg.), Hamm, 1970).

Nachdem gemäß Art. 1 Nr. 1 lit. a des Gesetzes Nr. 2 der Militärregierung im Jahre 1945 vorübergehend alle Gerichte geschlossen worden waren, wurde das Oberlandesgericht Hamm am 1.Dezember 1945 durch Repräsentanten der Britischen Kontrollkommission wieder eröffnet (Kewer, Aus der Geschichte des Oberlandesgerichts Hamm, S. 37-120, S. 110, in: Rechtspflege zwischen Rhein und Weser, Festschrift zum 150-jährigen Bestehen des Oberlandesgerichts Hamm, Verein für Rechtsgeschichte im Gebiet des Oberlandesgerichts Hamm e. V. in Hamm (Hrsg.), Hamm, 1970).

1958/1959 erfolgte der Umzug in das Gebäude Heßlerstraße.

Liste der Präsidenten

Präsidenten des Oberlandesgerichts Hamm

v. Rappard 1820-1830
Steltzer 1830-1831
v. Scheibler 1831-1840
Lent 1841-1868
Hartmann 1868-1882
Dr. Falk, Exzellenz 1882-1900
Dr. Holtgreven, Exzellenz 1900-1919
Reiff 1919-1924
Dr. Jockwer 1924-1932
Schneider 1933-1942
Semler 1943-1945
Dr. Hermsen 1945-1946
Dr. Wiefels 1946-1961
Dr. Rempe 1961-1967
Dr. Hense 1967
Tiebing
Palm 1989–1995
Debusmann 1996–2008
Keders seit 2009

Bild: F.F., Oberlandesgericht Hamm, 26.06.2012